Was sind Interventionstechniken?

Was sind Interventionstechniken?

Interventionstechniken (von lat. intervenire = unterbrechen, dazwischengehen) sind Maßnahmen bzw. Kommunikationsformen, um z. B. in systemischer und hypnosystemischer Therapie Klienten und Patienten dazu anzuregen, eingefahrene Denkmuster, emotionale Abläufe und Handlungsroutinen zu reflektieren und zu verändern.

Rote Ampel als Intervention

Eine rote Ampel als Intervention

Verbale Interventionstechniken

  • Fragetechniken als Teil einer Intervention
  • Interviews
  • Symptomverschreibungen
  • Verschlimmerungsfragen
  • Skalierungsfragen

Nonverbale Interventionstechniken

  • Gestik
  • Genogramm
  • Mimik
  • Skulpturarbeit
  • Teilearbeit
  • Illustrationen
  • Texte
  • Hypnotherapeutische Interventionen (Aufmerksamkeitsfokussierung)

Warum gibt es für unterschiedliche Ziele andere Techniken der Intervention?

Sehen Sie sich verschiedene Ziele von Interventionen an. So wird Ihnen klar, dass nicht jede Technik für jede Aufgabe geeignet ist. Hier einige Ziele:

  • Demonstration von Machtungleichgewichten
  • Bewusstwerdung von Überforderung
  • Visualisierung von Überlastung
  • Entdecken von Freiheiten 
  • Aufspüren von Optionen
  • Zugang zu Ressourcen schaffen
  • Klärung von Konflikten

Grenzen von Interventionstechniken und Kritik

Zielführende Techniken sind als Handwerkszeug und Mittel zum Zweck der Intervention in Prozessen der Beratung hilfreich.

  • Die angewandten Methoden sollen nicht um ihrer selbst willen angewandt werden. So bringt es nichts, wenn in einem Coaching z. B. NLP-Interventionen angeboten werden, weil der Coach das Wissen aus seiner NLP-Weiterbildung anwenden will.
  • Jede Interventionstechnik soll im Problemzusammenhang stehen und zur Lebenswirklichkeit der Klienten passen. 
  • Die Klienten müssen eine Intervention als angemessen, passend und hilfreich erleben. Nur dann ist eine positive Interventionswirkung zu erwarten.

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