Was ist Delegation?

Was ist Delegation in der Familientherapie?

Erläuterung am Beispiel von „Delegation und Familie“ von Helm Stierlin

Der Wissenschaftliche Literaturanzeiger schrieb über das 1978 erschienene Buch „Delegation und Familie“ von Helm Stierlin: „Die Beiträge des Bandes verarbeiten eine Fülle von Fallbeispielen und therapeutischen Erfahrungswerten vor dem Hintergrund der psychoanalytischen Grundannahmen zu einem komplexen System von Hilfestellung für die unterschiedlichsten familiären Konstellationen. Lesenswert für jeden, der an Einsicht in ein komplexes Gefüge von Zusammenhängen interessiert ist.“

Bemerkenswert ist der Umstand, dass Delegation, abgeleitet von lat. delegare = wegschicken, mit einer Mission, einem Auftrag, zu tun hat. Der oder die Delegierte wird zwar fortgeschickt, bleibt aber dem Sender (meistens ein Elternteil) verpflichtet. Stierlin hierzu: „Dies ist nur möglich auf der Grundlage einer starken, obwohl oft unsichtbaren und selektiven Loyalität.“

„Entgleisung des Delegationsprozesses“

„Oder seine (Anm: gemeint ist ein Sohn) Missionen können von der Art sein, daß sie ihn schweren Treuekonflikten aussetzen, z. B. wenn er als Delegierter des einen Elternteils beauftragt wird, den anderen herabzusetzen oder zu vernichten.“

Delegation und Familie Helm Stierlin

Delegation und Familie Helm Stierlin

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