Dr. Gunther Schmidt Live-Seminar und hypnosystemische Beratungssitzung

Dr. Gunther Schmidt Live-Seminar und hypnosystemische Beratungssitzung

Dr. Gunther Schmidt Seminartag mit Live-Beratungsgespräch

Hypnosystemische Therapie von Angst-, Panik- und Zwangssyndromen sowie von Depressionen. Am 06. Februar 2021 (Samstag) hält Dr. Gunther Schmidt von 10 bis 17 Uhr im Live-Stream bei Auditorium-Netzwerk einen Vortrag zur hypnosystemischen Therapie von Angst-, Panik- und Zwangssyndromen sowie Depressionen. Mit Live-Beratungssitzung!

Sie erhalten am Tag des Live-Seminars den Zugangslink per Mail zugesandt. (Bitte auch im Spam-Ordner nachsehen.)

Die Transformation von Ängsten, Zwängen und Depressionen in Bewegungsfreiheit, Selbstwirksamkeit, Selbstwertschätzung und erfüllende bezogene Individuation Leidet jemand unter massiven Ängsten oder Panikattacken oder Zwangsproblemen, erleben sich Betroffene meist in sehr schmerzlicher Weise als ohnmächtiges, hilfloses, ausgeliefertes Opfer solcher Kräfte, ebenso bei intensiven Depressionen. Dies stellt auch TherapeutInnen vor schwierige Herausforderungen, dass sie mit starker Hoffnungslosigkeit, Apathie, Resignation usw. konfrontiert werden.

Den betroffenen Personen ist dabei selten bewusst, dass sie sich auf unbewusster, unwillkürlicher Ebene in dieses belastende Erleben „hineinhypnotisieren.“
Dabei werden unbewusst düstere, als sehr gefährdend erlebte „Zukunftsfilme“ imaginiert, die dann diese leidvollen Reaktionen erst auslösen. (…)

Inhalte des Vortrags und der Live-Beratungssitzung von Dr. Gunther Schmidt

  • Hypnosystemische Therapie von Angst-, Panik- und Zwangssyndromen sowie von Depressionen
  • Die Transformation von Ängsten, Zwängen und Depressionen in Bewegungsfreiheit, Selbstwirksamkeit, Selbstwertschätzung und erfüllende bezogene Individuation
  • Leidet jemand unter massiven Ängsten oder Panikattacken oder Zwangsproblemen, erleben sich Betroffene meist in sehr schmerzlicher Weise als ohnmächtiges, hilfloses, ausgeliefertes Opfer solcher Kräfte, ebenso bei intensiven Depressionen. Dies stellt auch TherapeutInnen vor schwierige Herausforderungen, dass sie mit starker Hoffnungslosigkeit, Apathie, Resignation usw. konfrontiert werden.
  • Betroffenen ist dabei selten bewusst, in welcher Weise sie sich (auf bewusster Ebene natürlich ungewollt) dabei auf unbewusster, unwillkürlicher Ebene quasi „hinein hypnotisieren“ in dieses belastende Erleben. Dabei werden unbewusst düstere, als sehr gefährdend erlebte „Zukunftsfilme“ imaginiert, die dann diese leidvollen Reaktionen erst auslösen.
  • Hypnosystemisch kann man das verstehbar machen als „Induktion einer ungewollten Problem-Trance“. Meist sind diese dann verbunden auch mit Lösungsversuchen im Sinne von „Wegmachen“, „Ausmerzen“ etc. Dadurch entsteht ein oft gnadenloser Kampf gegen sich selbst mit destruktiven Eskalationen, die das Problem nur verstärken. Oft werden dabei auch in der Beziehung zu sich selbst und der Welt Abläufe wiederholt, die man schon in der Herkunftsfamilie erlitten hat.

Was ist hypnosystemische Therapie?

Der Begriff hypnosystemisch setzt sich aus Hypno für Hypnose und systemisch zusammen. Dr. Gunther Schmidt, der Milton H. Erickson in Arizona aufsuchte und bei ihm lernte, prägte den Begriff hypnosystemisch. Er übernahm dabei wesentliche Elemente der ericksonschen Hypnotherapie und führte sie mit den Konzepten der systemischen Familientherapie zusammen.

Es stehen daher über die Dissoziationstechniken (teilweise Bewusstseinsausblendung) der klassischen Hypnose hinaus auch assoziative Elemente zur Verfügung. Entscheidend in der Arbeit von Dr. Gunther Schmidt ist der Ressourcenfokus. Zur Kompetenzentfaltung werden auch solche Phänomene utilisiert (Utilisation ist die Nutzbarmachung), die Klienten eigentlich nicht wollen.

Was heißt Hypnose im Sinne der hypnosystemischen Therapie?

Unter Hypnose stellen sich viele so etwas vor wie Abwesenheit oder gar Bewusstlosigkeit in einer Therapie. Dr. Gunther Schmidt zitiert in Seminaren Klienten, die in etwa folgende Vorstellung haben: „Also Herr Doktor, Sie versetzen mich in Schlaf, dann klappen Sie mir meinen Kopf in der Hypnose auf, machen etwas an meinem Unterbewusstsein, klappen den Kopf wieder zu und wecken mich auf.“

Diese Vorstellung von Hypnose ist nicht nur veraltet – sie ist auch grundfalsch. Damit Hypnose wirken kann, ist ein Gesundungswille bei Menschen erforderlich, also eine aktive Mitwirkung für den Zeitraum, der nach der Hypnotherapie beginnt.

Das Wort Hypnose leitet sich aus dem griechischen Wort Ὕπνος (Hýpnos). Schlaf findet in der Hypnose jedoch nicht statt. Grundsatz der klinischen, therapeutisch eingesetzten Hypnose ist das Phänomen der Aufmerksamkeitsfokussierung. Deshalb beginnen Hypnosesitzungen in der Regel mit der Einladung, seine Aufmerksamkeit auf etwas im Raum zu richten.

Bernhard Trenkle, Leiter des Milton-Erickson-Institutes Rottweil, hat einmal in einer Sitzung gesagt, man könne eigentlich alles im Therapieraum verwenden, um die Klienten bei der Sammlung ihrer Aufmerksamkeit zu unterstützen. Er zählte dazu einige Gegenstände auf und befand dann, für die Sparsamen unter den Hypnotherapeuten ginge auch der Fleck im Teppich (als Ankerpunkt).

Hypnosystemische Konzepte von Dr. Gunther Schmidt mit ihren vielfältigen Interventionsstrategien erweisen sich bei der Therapie von Angst-, Panik- und Zwangssyndromen sowie Depressionen als besonders hilfreich.

Sie sind gut verstehbar, sofort umsetzbar und nachhaltig effektiv. Diese Strategien werden im Seminar anschaulich vermittelt und gezeigt, wie man wirksam erreichen kann, dass

  • solche Problemtrance konstruktiv aufgelöst wird;
  • wieder autonome Gestaltungsfähigkeit erlebt werden kann;
  • solche leidvollen Prozesse, die bisher nur als Defizit und Unfähigkeit erlebt wurden, sogar in hilfreicher Weise zu Kompetenzen gemacht werden können (Utilisation) als „Botschafter von Bedürfnissen“;
  • viele bisher im Unbewussten „schlummernden“ hilfreiche Kompetenz- u. Ressourcen-Prozesse in den Betroffenen wirksam reaktiviert werden;
  • die Sinnhaftigkeit und Kompetenz der Problem-Reaktionen (z. B. als Loyalitätsleistung und Lösungsversuch im Familiensystem oder in anderen Kontexten) herausarbeitet und nutzbar gemacht wird;
  • eventuelle Zwickmühlen und Ambivalenzen in Beziehungen, die im Zusammenhang stehen mit den Symptomen, in konstruktiver Weise aufgelöst und genutzt werden u.s.w.
Dr. Gunther Schmidt Hypnosystemische Therapie

Dr. Gunther Schmidt Hypnosystemische Therapie

Über Dr. Gunther Schmidt

  • Dr. med., Dipl. rer. pol. ist Facharzt für psychosomatische Medizin und Psychotherapie
  • Ärztlicher Direktor der sysTelios Privatklinik Siedelsbrunn für Psychotherapie und psychosomatische Gesundheitsentwicklung
  • Leiter des Milton-Erickson-Instituts Heidelberg
  • Dr. Schmidt ist Mitbegründer der Internationalen Gesellschaft für Systemische Therapie (IGST), des Carl-Auer-Verlags, des Helm-Stierlin-Instituts in Heidelberg und des Deutschen Bundesverbands Coaching (DBVC), 2. Vorsitzender der Milton-Erickson-Gesellschaft (MEG) von 1984-2004 und Ausbilder der MEG, Lehrtherapeut, Lehrender Supervisor der SG und der DGSF, Mitgründer und Senior Coach des Deutschen Bundesverbands Coaching (DBVC).
  • Er ist Begründer des hypnosystemischen Ansatzes für Kompetenz- Aktivierung und Lösungsentwicklung in Therapie/ Beratung/ Coaching/ Team- und Organisationsentwicklung. Zahlreiche Publikationen (Bücher, Fachartikel, Audio- und Video-Publikationen).
  • 2011 erhielt Gunther Schmidt den Life Achievement Award der Weiterbildungsbranche, 2014 den MEG-Preis, 2015 den Coaching Award der deutschen Coaching Convention und 2017 den winwinno-Preis der Fördergemeinschaft Mediation DACH e.V., Deutschland, Austria, Schweiz (Dachgesellschaft der deutschsprachigen Mediationsverbände).